Gemeindeleben
13.9.2020
Von vorOrt.news

Löwenanteil der neuen Wohnungen für Tutzinger

Viele Bürger interessieren sich für die Neubauten am Kallerbach – Bewerbungen bis 30. September

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Stark gefragt sind die 70 Wohnungen in der neuen Anlage am Kallerbach © L.G.

Mit den Neubauten am Kallerbach geht es sichtlich voran. Und die Nachfrage nach den dort entstehenden 70 Wohnungen scheint beträchtlich zu sein. Es scheint deutlich mehr Interessenten als zur Verfügung stehende Wohnungen zu geben: 170 Bürger sollen sich bereits bei der Gemeinde nach ihnen erkundigt haben.

Mit den Richtlinien, nach denen die neuen Wohnungen vergeben werden, wird sich am Dienstag, dem 15. September der Haupt-, Finanz- und Werksausschuss des Tutzinger Gemeinderats befassen. Die Chancen für Tutzinger, zum Zuge zu kommen, müssten generell recht gut sein. Denn die Gemeinde Tutzing kann dem zuständigen Verband Wohnen für den Löwenanteil, nämlich 80 Prozent der Wohnungen, die Mieter vorschlagen. Nur für die restlichen 20 Prozent sollen Menschen aus anderen Kommunen des Landkreises in Frage kommen. Großer Bedarf zeichnet sich überall ab, so auch besonders bei den derzeitigen Mietern in den Blöcken des Verbands Wohnen in der Sudetendeutschen Siedlung, die vor dem Abbruch stehen. An deren Stelle will der Verband Wohnen in wenigen Jahren die nächsten 70 neuen Wohnungen errichten.

Am 1. Juli 2021 sollen die Neubauten am Kallerbach bezugsfertig sein. Für sie können sich Interessenten bis zum 30. September bei der Gemeinde Tutzing bewerben. In den Gebäuden soll es 36 Wohnungen mit zwei Zimmern geben, 22 Wohnungen mit drei Zimmern und zwölf Wohnungen mit vier Zimmern. Alle Wohnungen sollen nach Angaben der Gemeinde über eine Loggia oder eine Terrasse verfügen. Alle Wohnungen sollen barrierefrei zugänglich sein. Drei Zwei-Zimmer-Wohnungen sollen zusätzlich rollstuhlgerecht ausgestattet werden.

Auswahl nach Einkommensgrenzen und anderen Kriterien

Bei der Vergabe für die Wohnungen wird es Unterschiede geben. Für 52 der 70 Wohnungen benötigen Antragsteller einen so genannten Wohnberechtigungsschein. Er gilt als Nachweis für den Anspruch der betreffenden Person auf eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung. Ihr Einkommen darf eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, nämlich 22 600 Euro netto im Jahr bei Alleinstehenden und 34 500 Euro im Jahr bei zwei Personen. Auch andere Aspekte werden berücksichtigt. Deshalb werden bei den Anträgen für Wohnberechtigungsscheine auch Angaben zu besonderer Dringlichkeit oder Schwerbehinderungen abgefragt. Recht viele Tutzinger Bürger sollen mittlerweile Anspruch auf Wohnberechtigungsscheine haben.

Die Mieten sollen bei den Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein 7,50 Euro je Quadratmeter betragen und bei den Wohnungen ohne Wohnberechtigungsschein 10 Euro je Quadratmeter. Die durchschnittlichen Wohnungsmietpreise in Tutzing liegen zurzeit nach Angaben in einschlägigen Immobilienportalen zwischen etwas mehr als 10 Euro und knapp 16 Euro je Quadratmeter. Die für die Wohnungen am Kallerbach angekündigten Mieten sind günstiger als die mancher anderen öffentlich geförderten Wohnungen in der hiesigen Region. Bei einer neuen Anlage der „Wohnungsgenossenschaft Starnberger See“ in Starnberg beispielsweise werden 12,50 Euro je Quadratmeter verlangt. Für künftige Projekte des Verbands Wohnungen – so wohl auch für die vorgesehenen Neubauten in der Sudetendeutschen Siedlung in Tutzing – werden höhere Mieten als am Kallerbach erwartet.

Anträge und Informationen

Anträge sind an der Rathauspforte zu den üblichen Geschäftszeiten erhältlich, sie können aber auch online aufgerufen und ausgefüllt werden. Für weitere Fragen stehen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung während der Geschäftszeiten telefonisch unter 08158–2502-29 zur Verfügung.

Hier findet man den Antrag zur Wohnungsvergabe Neubau „Am Kallerbach“:
https://www.tutzing.de/wp-content/uploads/2020-09-01-Fragebogen-Bewerbung-Kallerbach.pdf
Die Gemeinde weist darauf hin, dass die PDF-Dokumente je nach verwendetem Internet-Browser unter Umständen nicht ausgefüllt werden können. Das betreffe vor allem „Google Chrome“ und „Mozilla Firefox“. Um dieses Problem zu umgehen, wird folgende Vorgehensweise empfohlen: "Laden Sie die PDF-Datei auf Ihren Computer herunter und öffnen Sie sie anschließend mit dem originalen Acrobat-PDF-Reader."

Hier findet man Informationen zum Wohnberechtigungsschein:
https://www.lk-starnberg.de/index.php?NavID=613.1434
https://www.lk-starnberg.de/media/custom/613_2361_1.PDF?1529501290

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