Gemeindeleben
15.5.2020
Von vorOrt.news

Aufmerksame Blicke in Tutzings Untergrund

Vertrag über die Finanzierung bei der Sanierung der Hauptstraße könnte Pilotcharakter haben

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Viel Arbeit steht im Tutzinger Untergrund bevor. Andernorts gelten solche Tätigkeiten als denkmalwürdig. © pixabay

Tutzing steht im Blickfeld etlicher anderer Regionen: Wie für die bevorstehende Sanierung der Hauptstraße die Finanzierung der Arbeiten im Untergrund geregelt wird, das könnte Pilotcharakter für ähnliche Maßnahmen in etlichen Kommunen haben.

Aufwendige Arbeiten sind vorgesehen. So müssen die Niederschlagswasserkanäle komplett erneuert werden, weiter soll es eine neue Trinkwasserleitung und neue Energienetze geben sowie Leerrohre für die Glasfaser-Verkabelung. Über lange Zeit war strittig, mit welchen Anteilen sich der Staat und der Abwasserverband Starnberger See an der Finanzierung der Tutzinger Maßnahmen zu beteiligen haben. Nun scheint es eine Einigung zu geben: Ein Vertrag zwischen der Gemeinde, dem Staatlichem Bauamt und dem Abwasserverband ist nach einem Bericht des „Starnberger Merkur“ dieser Tage unterschrieben worden.

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Für die Gestaltung der Tutzinger Ortsdurchfahrt gab es schon viele Vorschläge - hier eine Skizze des Architekten Martin Büscher © Martin Büscher

Die genauen Ergebnisse für die Finanzierungsanteile sind bisher öffentlich nicht bekannt geworden. Aber nach einer Versammlung des Abwasserverbands hat die „Süddeutsche Zeitung“ dessen Geschäftsführer Norbert Impelmann so zitiert: „Monetär haben wir jetzt das gewünschte Ergebnis erreicht.“

Diese Formulierung lässt aufhorchen. Bisher übliche Pauschalzahlungen durch den Staat hatten dem Abwasserverband nämlich nicht ausgereicht. Er forderte eine staatliche Kostenbeteiligung nach dem tatsächlichen Aufwand. Dagegen wiederum hatten sich die staatlichen Stellen energisch gewehrt. Tutzinger Kanäle müssen erneuert werden Sollte es nun tatsächlich zu einer höheren staatlichen Beteiligung kommen, dann wäre dies ein Signal, das Betreiber in anderen Regionen wohl nur zu gern zur Kenntnis nehmen dürften. Auch beim Abwasserverband Starnberger See selbst dürfte die Tutzinger Lösung in finanzieller Hinsicht ein Vorbild für andere Kommunen in seinem Gebiet sein. Allein für den Tutzinger Niederschlagswasserkanal erwartet er Kosten von bis zu drei Millionen Euro.

Am kommenden Dienstag, dem 19. Mai, steht die Sanierung der Tutzinger Ortsdurchfahrt auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung (Roncallihaus, Beginn 19 Uhr). Dort soll es einen Sachstandsbericht geben.

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Pressburg ist immer eine Reise wert - der dort alltägliche Humor täte auch hier gut - man hat ihn oder nicht, man kann ihn nicht kaufen
Trotz aller Verträge, Willensbekundungen und hoffnungsvolle Erwartungen wird es wohl noch eine Weile dauern bis wir so zufrieden wie der sogenannte "Man of work" oder auch "Gaffer" auf die jeweiligen Resultate dieser "Herausforderung" blicken dürfen. Wo unser Mann aus dem Kanalschacht schaut? Es ist in Bratislava ... sollte man 'mal gesehen haben.
Klaus Taube
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