Gemeindeleben
16.10.2020
Von vorOrt.news

Tutzinger Minigolfanlage vor Neubelebung

Der bisherige Pächter hat gekündigt - Gemeinde berichtet über Interessenten

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Still ist's seit Monaten am Minigolfplatz. Dieses Bild stammt noch aus der Zeit, bevor an der Seestraße ein Gehweg angelegt wurde (li.)

Der Bereich unten an der Tutzinger Seestraße hat sich längst zu einem beliebten Freizeitgelände entwickelt. Doch eine der dort befindlichen Vergnügungseinrichtungen ist schon seit längerer Zeit nicht benutzbar: Die Minigolfanlage war praktisch das ganze Jahr 2020 über geschlossen. Viele Einheimische und Gäste, die dort mal wieder eine Spielrunde drehen wollten, mussten enttäuscht wieder gehen. Ob die der Gemeinde Tutzing gehörende, bisher verpachtete Anlage irgendwann wieder geöffnet werden würde, war in dieser gesamten Zeit unklar. In dieser Woche gab es nun im Hauptausschuss des Gemeinderats eine Mitteilung in dieser Angelegenheit: Der bisherige Pächter habe gekündigt, und mehrere Interessenten für einen Betrieb der Anlage hätten sich bereits gemeldet.

Die Gemeindeverwaltung will sich nun erst einmal näher mit den Bewerbern und ihren Konzepten befassen. Noch nicht entschieden ist nach den im Ausschuss gemachten Angaben, ob die Gemeinde die Anlage selbst sanieren oder dies den künftigen Betreibern überlassen wird.

Wielenbacher haben Ideen für "Spielgolf"

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Der Minigolf-Kiosk war auch bei Passanten und vorbeikommenden Radfahrern beliebt

Ein Paar aus Wielenbach, das die Tutzinger Minigolfanlage gern fortführen würde, war bei der Ausschusssitzung unter den Zuhörern. Über konkrete Ideen einzelner Interessenten wurde im Ausschuss nicht gesprochen. Nach der Sitzung machten die Wielenbacher aber gegenüber Journalisten ein paar Angaben. Sie würden an dieser Stelle gern eine "Spielgolf"-Anlage einrichten, sagten sie.

Solche Einrichtungen kommen immer mehr in Mode. Dabei gibt es unterschiedliche Gestaltungsformen. Häufig wird Spielgolf sozusagen als Miniversion des klassischen Golfs betrieben. Gern werden dabei aber auch alle möglichen zusätzlichen Attraktionen eingebaut. Derartige Anlagen gibt es zum Beispiel in Murnau oder in Percha nahe der Autobahn.

Die Interessenten aus Wielenbach sagten, sie würden die Tutzinger Anlage am liebsten selbst herrichten. Wenn sie zum Zuge kommen sollten, würden sie die Anlage als Familie betreiben, ergänzten sie. Ihre Tochter, die über entsprechende berufliche Erfahrungen verfüge, werde sich dann um die Gastronomie kümmern.

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Bahnen der bisherigen Tutzinger Minigolfanlage © L.G.
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