Gemeindeleben
10.1.2020
Von vorOrt.news

Einsatzleiter lobt gute Zusammenarbeit

Perfekte Abstimmung bei der Suchaktion am Mittwoch zu Wasser und am Land

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Zwei Nachttauchgänge gab es bei der Suchaktion am Mittwochabend

Die umfangreiche Suchaktion am Mittwoch ist zwar ohne Ergebnis geblieben. Doch die Abstimmung zwischen den beteiligten Einheiten und Organisationen hat bestens funktioniert. Robert Lettenbauer, der technische Leiter der Tutzinger Wasserwacht-Ortsgruppe im Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes, lobt eine hervorragende Zusammenarbeit all der Institutionen. Mit dabei waren die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Polizei, die Feuerwehr, die Wasserwacht, der Landrettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sowie der katholische Malteser-Hilfsdienst.

Insgesamt waren bei der Aktion 50 bis 60 Personen im Einsatz. Lettenbauer verweist auch auf die damit verbundenen Risiken für die Einsatzkräfte. Bei etwa vier Stunden Dauereinsatz auf dem See und an Land bei diesen Temperaturen sei ihre Belastung nicht unerheblich. Bis auf ein Pflaster für den Suchhundeführer ist aber nach seinen Angaben keinem der Beteiligten Schaden zugestoßen. Das sei ihm als Einsatzleiter Wasserrettung sehr wichtig, betont Lettenbauer. Es habe zwei Nachttauchgänge an mehreren Rettungsbooten gegeben, und die Gefahren für die Retter müsse man immer berücksichtigen.

Umfeld zu Wasser und zu Land akribisch abgesucht

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Bei der Aktion klappte die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen sehr gut

Als Einsatzführungsdienst der Kreiswasserwacht Starnberg habe die Tutzinger Wasserwacht alle Möglichkeiten und Optionen für die Suche genutzt und eingesetzt, erklärt Lettenbauer. Die DLRG habe eine Aufklärungsdrohne und Suchhunde beigesteuert, die Feuerwehr habe landseitig sehr gute Arbeit in der technischen Unterstützung mit Ausleuchtung sowie Land-Suchtrupps und einem kleinen Boot geleistet. Darüber hinaus war der Malteser-Hilfsdienst mit Suchhunden vor Ort.

Den Großteil der eingesetzten Rettungsboote hat die Wasserwacht eingebracht, ebenso den Führungsdienst, den Taucheinsatzleiter und den Tauchtrupp. Der Landrettungsdienst musste aufgrund eines weiteren akuten zweiten Einsatzes einen schnellen Spagat durchführen. Die Polizei als Auftraggeber habe stetig die Einsatzführung unterstützt, so auch mit dem „Edelweiß“-Hubschrauber.

Die Schuhe und Socken, die eine Frau entdeckt hatte, befanden sich unmittelbar südlich des Bachlaufes „Kalkgraben“ in den See. Es handelte sich um ein Paar Herrenschuhe der Größe 46. Deshalb gingen die Rettungskräfte von einer männlichen, erwachsenen Person aus. „Im Radius von etwa 200 Metern wurde zu Land und zu Wasser sehr akribisch abgesucht“, berichtet Lettenbauer. Neuralgische Punkte wie Bootshütten oder Sitzmöglichkeiten wurden mit einbezogen, ebenso der Bachlauf sowie angrenzende Grundstücke, die einsehbar waren.

Tauchtrupps, Suchhunde, Aufklärungsdrohnen, Sonar-Ortung

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Die Taucher begeben sich bei solchen Suchaktionen selbst in Gefahren

Auf dem Wasser bildeten sechs Rettungsboote eine Suchkette. Hinzu kamen zwei Aufklärungsdrohnen, ein Wasserflächen-Suchhund und zwei Tauchtrupps. Zwei so genannte Unterwassersichtungen wurden zur näheren Abklärung erforderlich, im einen Fall durch Sonar-Ortung, im anderen Fall durch einen Suchhund der DLRG. Beide Sichtungen waren erfolglos; bei der einen handelte es sich um einen Baumstumpf, bei der anderen wurde trotz Suche im ganzen Umkreis nichts entdeckt. An Land suchten zwei Mantrailer-Hunde, Suchtrupps der Feuerwehr und der Rettungsdienst auch ohne Aufklärung der Sachlage.

Weshalb sich Schuhe und Socken am Kalkgraben befanden, ist nach wie vor ungeklärt. Ob es einen Suizid gab oder ob einfach ein Angetrunkener seine Schuhe vergessen hat, bleibt offen. Dies habe vor Ort nicht weiter erörtert werden können, so Lettenbauer: „Alle Theorien sind unbeantwortet, da es keine weiteren Hinweise von Polizei oder Rettungsdienst gab.“

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Die Abstimmung von Helfern im Wasser und an Land war bestens organisiert
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Aufmerksame Suchhunde im Einsatz
Quelle Titelbild: Wasserwacht Tutzing
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