Der kürzlich beauftragte Sicherheitsdienst scheint Arbeit zu bekommen. Zerstörungen von Bootshütten und zerbrochene Flaschen an der Tutzinger Brahmspromenade am Wochenende nehmen Tutzinger Bürger zum Anlass, sich vermehrt nach diesem Dienst zu erkundigen. Zerstörungen in Ufernähe
Georg Schuster will das Thema am heutigen Dienstag im Hauptausschuss des Gemeinderats ansprechen. Der selbe Ausschuss hatte in einer seiner vergangenen Sitzungen beschlossen, den Sicherheitsdienst zu beauftragen.
An Gründen dafür mangelt es nicht. Bürgermeisterin Marlene Greinwald hat bei den Beratungen zu diesem Thema auf etliche Kritikpunkte von Bürgern hingewiesen: Zustand der Anlagen, Nacktbader, frei laufende Hunde, Hinterlassenschaften von Hunden wie von Menschen, Müll, rücksichtslose Radfahrer, Trinkgelage, Verwüstungen. All solche Vorkommnisse führen regelmäßig zu Beschwerden bei der Gemeinde.
Aufgefallen ist seit einiger Zeit eine Häufung von Zerstörungsakten:
2017: Laternen ramponiert
In der Freinacht 2017 wurden Laternen an der Uferpromenade mutwillig ramponiert.
2018: Zaun und Parkbank verbrannt
Im Juli vorigen Jahres haben unbekannte Täter im Kustermannpark ein längeres Stück des Jägerzauns sowie Teile von Parkbänken herausgebrochen und in einem Lagerfeuer verbrannt.
2019: Triebe von Kastanien abgesägt
An der Brahmspromenade wurden im Frühjahr 2019 die Leittriebe und teilweise auch Seitenäste von Kastanien abgesägt, die die Gemeinde im Oktober vorigen Jahres neu gepflanzt hatte.
Ehrenamtliche Bürgerwehr abgelehnt
Für den Sicherheitsdienst hatte zunächst auch eine ehrenamtliche Bürgerwehr zur Debatte gestanden. Deren Mitglieder hätten von der Polizei und von Profis geschult werden sollen. Die Mitglieder des Tutzinger Hauptausschusses haben eine solche Lösung aber abgelehnt. Sie befürchteten, dass die ehrenamtlichen Sicherheitsleute angepöbelt werden könnten, und warnten vor der Gefahr einer Unterwanderung durch Menschen mit unerwünschter Gesinnung.

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Kommentare
Frau Lettner erzählte mir, dass ihr Gartenzaun von Kindern, badender Familien, mit Straßenmalkreiden "verschönert" wurde. Hauptsache die Kinder sind beschäftigt und dann geht man einfach nach Hause, ohne sich zu entschuldigen oder das Geschmiere zu beseitigen!!
Anstand und gutes Benehmen sind leider nicht mehr in!
Was sollen sich die Leute, denn noch alles erlauben, bis die Gemeinde endlich mal handelt!!