Gemeindeleben
14.4.2019
Von vorOrt.news

VR-Bank engagiert sich in Traubing

Nach Filialschließung Unterstützung der neuen Kinderkrippe und Bankautomat im Buttlerhof

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Ex-Bank wird Kinderkrippe: Das Gebäude an der Weilheimer Straße erhält einen Anbau © L.G.

Was für ein Wandel: Ende 2017 waren die Traubinger gar nicht begeistert von der VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg. Die machte ihre Filiale in dem Tutzinger Ortsteil dicht. Damit standen die Traubinger finanziell quasi vor dem Nichts: Die Kreissparkasse hatte sich aus dem Dorf schon Jahre zuvor zurückgezogen, andere Banken gab es dort nicht. Proteste waren die Folge. Tutzings damals amtierende Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU) schaltete sich persönlich ein und forderte die VR-Bank auf, in Traubing wenigstens einen Bankautomaten zu belassen, denn auch den wollte das Institut entfernen. Deutlich kritisierte auch Peter Scheifele, in Traubing unter anderem als Vorsitzender des Feuerwehrvereins hoch engagiert, in einem Beitrag für die Ortszeitung "Tutzinger Nachrichten" die Maßnahme der VR-Bank.

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Alles wieder gut: Im Buttlerhof gibt es einen Bankautomaten © L.G.

Alles Schnee von gestern. Die Welt in Traubing ist längst wieder in Ordnung. Eine Bankfiliale gibt es in dem Dorf zwar nicht mehr. Aber die VR-Bank hat mittlerweile im Eingangsbereich des Gasthauses Buttlerhof, also in zentraler Lage, einen Geldautomaten in Betrieb genommen. Und nicht nur das: Sie stellt die Räume ihrer ehemaligen Niederlassung für eine Kinderkrippe zur Verfügung, die die katholische Kirche betreiben wird. Angesichts des großen Bedarfs hätte sie sie zweifellos auch für Wohnzwecke vermieten können - vermutlich für deutlich mehr Geld. Aber sie hat sich in Traubing in der Verpflichtung gesehen, wie ein Banksprecher schon vor einiger Zeit erklärt hat. Da scheint sich tatsächlich der genossenschaftliche Gedanke widerzuspiegeln.

Das Gebäude an der Ecke Weilheimer Straße/Birkenstraße erhält zu diesem Zweck einen Anbau, weil der Platz im Erdgeschoss für die Anforderungen für eine Krippe nicht ausgereicht hätte. Auch an den Umbaukosten beteiligt sich die VR-Bank, wie Marcus Grätz, der Geschäftsleiter der Gemeinde Tutzing, im Gemeinderat mitgeteilt hat. Die genauen Kosten hat er nicht genannt, er erwähnte aber, dass die Sache wegen des Anbaus etwas teurer werde als bisher gedacht. An der Finanzierung beteiligen sich nach seinen Worten auch die Gemeinde und die katholische Kirche. Die VR-Bank, sagte er, sei „mit einem großen Beitrag“ dabei.

Quelle Titelbild: L.G.
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