Gemeindeleben
7.10.2019
Von vorOrt.news

Fundsachen kommen unter den Hammer

Fahrräder und alle möglichen anderen Gegenstände werden am 16. Oktober im Bauhof versteigert

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Auktionator Marcus Grätz (re.) hat die Versteigerung 2017 zügig durchgezogen

Am Mittwoch, den 16. Oktober 2019 findet im Bauhof der Gemeinde Tutzing in Unterzeismering eine öffentliche Versteigerung von Fundgegenständen statt. Die Versteigerung beginnt um 11.30 Uhr. In der Zeit von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr können die Fundgegenstände vorab besichtigt werden. Darunter sind hauptsächlich Fahrräder.

Im November 2017 hatte in Tutzing erstmals nach vier Jahren wieder eine Versteigerung von Fundsachen stattgefunden. Als Auktionator hat sich dabei Marcus Grätz bewährt, der Geschäftsleiter des Rathauses. Er hat die Versteigerung zügig durchgezogen.

Die Einstiegspreise legte Grätz in vielen Fällen mit einem Euro, machmal auch mit drei oder fünf Euro fest. Dagmar Deller von der Gemeindeverwaltung hatte alles organisiert. Zusammen mit einer Kollegin hatte sie dann auch alle Hände voll zu tun, alles genau zu notieren und das Geld zu kassieren.

Viele Besucher interessierten sich vor zwei Jahren in einer Halle des Baäuhofs für etwa 140 Fundstücke. Soviel Schmuck wie noch nie war dabei. Insgesamt gab es etwa 50 Schmuckstücke, 47 Fahrräder, 20 Uhren, drei Kameras und vier iPads. Handys wurden nicht versteigert. Grund: der Datenschutz.

Fahrräder für ein paar Euro

Viele der Fundstücke fanden 2017 Abnehmer, aber nicht alle. So erhielten etliche Fahrräder neue Besitzer, einige von ihnen für nur einen Euro, andere für wenig mehr, zwei aber für rund 50 Euro. Etwa 20 Fahrräder blieben stehen - sie wurden anschließend entsorgt.

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Zahlreiche Fahrräder soll es diesmal geben. Auch vor zwei Jahren waren viele Zweiräder dabei.

Angebots-Wettkämpfe um Schmuckstücke

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Säuberlich aufgereiht: Schmuckstücke bei der Versteigerung vor zwei Jahren

Zahlreiche Gegenstände gingen vor zwei Jahren für je einen oder wenige Euro weg.

Auf den Schmuck, der ganz am Schluss an die Reihe kam, warteten vor zwei Jahren einige Besucher sichtlich, unter ihnen offenbar ein paar Händler. Einige von ihnen lieferten sich bei den begehrten Stücken regelrecht Angebots-Wettkämpfe. Schon zuvor bei der Besichtigung hatten sie sich alles genau angeschaut und sich ziemlich genau Details gemerkt, so vor allem, welche Schmuckstücke Prägestempel hatten.

Der höchste Betrag wurde 2017 für ein Goldarmband erzielt: 190 Euro. Das blieb aber dann doch ein einsamer Spitzenwert.

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Dagmar Deller (re.) und Sarah Dollinger kümmerten sich 2017 engagiert um die Organisation © L.G.

Eine Perlenkette wollte niemand haben

Für manche Schmuckstücke wurden Beträge von 20, 30, 40 Euro oder mehr gezahlt - wohl oft weniger wegen der Schönheit als wegen des Edelmetallwerts, den die Ersteigerer vermutlich genau kannten und anhand des Prägestempels einkalkulierten. Sogar ein einzelner Ohrring ging weg.

Etliche Schmuckstücke kamen überhaupt nicht zu neuen Eigentümern, obwohl sie jeweils für einen oder eine wenige Euro zu haben gewesen wären. Eine Perlenkette wollte zum Beispiel niemand haben.

Insgesamt wurden 2017 bei der Versteigerung 1118 Euro Einnahmen erzielt. Bei der letzten Versteigerung davor soll es nur etwa die Hälfte gewesen sein.

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