Bald sieben Jahre ist es her. Ende Januar 2012 endete beim „Andechser Hof“ die Zeit der letzten Pächter Michaele und Klaus Köllner. Sie hatten das Wirtshaus bis dahin sieben Jahre lang geführt. Sechs Jahre waren sie zuvor die Wirte einer anderen mittlerweile jahrelang leer stehenden Tutzinger Traditionsgaststätte gewesen, des Bauerngirgl in Unterzeismering. Nach dem Abschied der Köllners erwarteten viele Tutzinger eine baldige Neuverpachtung durch den damaligen Eigentümer, das Kloster Andechs. Mit einem mehrjährigen Leerstand hätte damals wohl niemand gerechnet.
Doch der früher vielbesuchte Gasthof an der Tutzinger Hauptstraße ist seitdem ungenutzt. Mitte dieses Jahres hat das Kloster Andechs die ehemalige Wirtschaft an das Tutzinger Ehepaar Georg und Kornelia Schuster verkauft. Darüber gab es einige Diskussionen, weil Georg Schuster auch für die ÖDP dem Gemeinderat angehört. Neuerdings wird ihm sogar Nutzung von Insiderwissen beim Kauf vorgeworfen, was er energisch bestreitet und wogegen er mit einer Strafanzeige vorgehen will. Insider-Vorwürfe und Strafanzeige
Eine Gaststätte in bayerisch-österreichischem Stil hat Priorität
Doch die Gespräche mit der Gemeinde über die Zukunft des Andechser Hofs scheinen sich inzwischen trotzdem recht positiv zu entwickeln. Das bestätigen sowohl Bürgermeisterin Marlene Greinwald als auch das Ehepaar Schuster. Wie genau diese zentral in Tutzing gelegene Immobilie genutzt werden kann, das muss nun erst einmal geklärt werden.
Das Ehepaar Schuster will nach eigenen Angaben wieder eine Gaststätte einrichten, am besten mit einem Speisenangebot in bayerisch-österreichischem Stil. „Wir sind mit mehreren Gastronomen in Verbindung“, sagt Kornelia Schuster. Daneben wird es wohl weitere Nutzungen geben.
Über Details äußern sich die Beteiligten bisher nicht konkret. Über den bisherigen Verlauf der Gespräche mit der Bürgermeisterin und der Rathausverwaltung äußern sich Georg und Kornelia Schuster aber erfreut. Sie verliefen sehr konstruktiv, harmonisch und zielführend, sagen sie: „Wir sprechen alles ab.“
Auch Bürgermeisterin Greinwald zeigt sich angetan von der positiven Stimmung bei diesen Gesprächen. Umso mehr bedauert sie die aktuellen Begleiterscheinungen mit den Vorwürfen wegen Nutzung von Insiderwissen und Strafanzeige. „Jetzt gibt’s unnötig Ärger“, sagt sie, „ich dachte, es geht positiv weiter.“
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