Zwischen dem Thomaplatz und dem Gymnasium befindet sich das Anwesen der Tutzinger Fischerfamilie Lettner. Neben ihrem denkmalgeschützten Wohngebäude, das diesen historischen Teil des Ortes wesentlich mit prägt, errichtet sie zurzeit einen Neubau, der schon recht weit gediehen ist. Gegenüber dem älteren Gebäude, das zuvor an dieser Stelle stand, wird der Abstand zum dort vorbei führenden Weg etwas vergrößert.
Dieser Aspekt stieß gleich auf Beifall, als der Neubau vor einiger Zeit im Bau- und Ortsplanungsausschuss des Gemeinderats zur Debatte stand: Der schmale Weg, der die Graf-Vieregg-Straße mit dem Schlösserweg beim Gymnasium verbindet, kann damit künftig besser zur Geltung kommen.
Moderne Elemente in der historischen Substanz
Am Thomaplatz und in seinem Umfeld kann man sich wie an kaum einer anderen Stelle ins alte Fischerdorf zurückversetzt fühlen. Als „Juwel“, „Bilderbuchansicht von Tutzing“ und „Schokoladenseite des Ortes“ haben Kommunalpolitiker wie der frühere Kulturreferent Gernot Abendt und der Tourismusreferent Dr. Toni Aigner dieses bevorzugt gelegene Areal am Seeufer bezeichnet.
Dennoch ist in diesem Gebiet und seinem Umfeld schon seit längerer Zeit ein baulicher Wandel im Gange. Dabei fließen auch mehr und mehr moderne Elemente in die historische Substanz ein. Auf auffallende Weise neu zum Ortsmuseum gestaltet worden ist vor Jahren beispielsweise das dort befindliche erste Tutzinger Schulhaus, in dem von 1826 bis 1878 bis zu 60 Kinder in einem Klassenzimmer unterrichtet worden sind. Auch auf der anderen Seite des zum Gymnasium führenden Wegs, unterhalb des Kinderhauses St. Josef, steht seit Jahren ein moderner Neubau.




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