Schöne Gärten wecken gelegentlich Begehrlichkeiten. Diese Erfahrung haben Grundbesitzer am Tutzinger Sprungleitenweg gemacht, der zum Seeufer hinunter führt. Während auf dem oberen Teil des recht großen Hanggrundstücks beachtliche Bauarbeiten im Gange sind, ist im unteren Teil bereits eine ansehnliche parkähnliche Anlage mit einem Teich und allerlei Pflanzen entstanden.
Ein Busch scheint einem Betrachter so gut gefallen zu haben, dass er ihn gleich mitgenommen hat. Die Grundbesitzer kommentieren das auf einem Schild, das sie an ihren Zaun gehängt haben, eher süffisant:
Für ihr in Bau befindliches, bereits genehmigtes Gebäude haben die Eigentümer unterdessen nochmals einen Tekturantrag in den Gemeinderat eingebracht. Mit ihm versuchten sie doch noch einen Turm durchzusetzen, den die Kommunalpolitiker jedoch früher schon abgelehnt hatten. Nach Angaben von Bürgermeisterin Marlene Greinwald gab es noch einmal mehrere Verhandlungsrunden mit den Anwälten. Man habe einen Kompromiss gefunden. In der Mitte des Gebäudes, das relativ länglich ausfallen wird, kann nun offenbar ein baulicher Vorsprung mit einem Vordach errichtet werden, der Turm aber nicht.
Die Bürgermeisterin berichtete, in den Gesprächen sei „um jeden Zentimeter gefeilscht“ worden. Jeder Zentimeter wird auch auf dem öffentlichen Sprungleitenweg neben dem Grundstück ausgenutzt, der zum Teil in die Bauarbeiten einbezogen wird.




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