Gemeindeleben
12.5.2018
Von vorOrt.news

Mobilfunk-Pläne führen zu Bürgerinitiative

Kritiker fordern niedrigere Masten und "strahlungsoptimiertes" Konzept

Im Norden von Tutzing und im benachbarten Feldafinger Ortsteil Garatshausen steht eine Bürgerinitiative vor der Gründung. Sie wendet sich gegen die Pläne neuer Mobilfunkmasten, die mit der Verbesserung des bisher teils schlechten Mobilfunk-Empfangs in der Bahn begründet werden. Ein solcher Mast ist nördlich von Tutzing in Garatshausen neben den Bahngleisen vorgesehen, ein weiterer südlich von Tutzing in der Nähe des Ortsteils Kampberg, ebenfalls in Gleisnähe. Die neue Bürgerinitiative soll deshalb „ortsübergeifend“ organisiert werden, wie bei einem Treffen von Einwohnern aus Tutzing und Garatshausen mitgeteilt wurde. Mit Bürgern von Kampberg scheint es in dieser Angelegenheit schon Kontakte zu geben.

Zu den Unterstützern zählen im Tutzinger Norden und in Garatshausen solche Bürger, die sich auch schon bei einer Bürgerinitiative gegen Mobilfunkpläne im Jahr 2006 engagiert hatten. Gegründet worden war die Initiative damals vom späteren, 2017 verstorbenen Tutzinger Bürgermeister Rudolf Krug. Bei dem Treffen dabei waren jetzt seine Frau Carolin Krug, Willi Eisele, der ÖDP-Kreirat Ulrich Kratzer und Werner Sailer.

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"Wir sind keine Verhinderer": (von links) Willi Eisele, Werner Sailer, Carolin Krug und Ulrich Kratzer © L.G.

Die Initiatoren betonen, dass sie „keine Verhinderer“ seien. Zum einen wird wie schon bei der Initiative vor zwölf Jahren ein „strahlungsoptimiertes“ Mobilfunk-Konzept gefordert. Zum anderen wenden sich die Initiatoren gegen die vorgesehene Höhe der Masten, die auch schon im Tutzinger Gemeinderat auf viel Kritik gestoßen ist. Für den Garatshausener Masten war eine Höhe von 42 Metern im Gespräch. Angeblich soll er nach mittlerweile gelaufenen Verhandlungen nicht mehr ganz so hoch ausfallen, doch die Kritiker halten nur erheblich niedrigere Masten für akzeptabel. Die höheren Masten werden nach ihrer Überzeugung nur deshalb geplant, weil sie neben der Versorgung der Bahnlinie noch an etliche andere Betreiber vermietet werden sollen.

In Tutzing waren vor Jahren denkbare Mobilfunk-Standorte festgelegt worden, die die Deutsche Telekom jedoch offenbar ablehnt. Sie bevorzugt die Standorte in Garatshausen und bei Kampberg, die beide auf dem Gebiet von Nachbargemeinden liegen – im Norden Feldafing, im Süden Bernried. Im Gemeinderat ist schon mehrmals gefolgert worden, dass Tutzing damit keinerlei Einflussmöglichkeiten habe.

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