Gemeindeleben
18.3.2018
Von vorOrt.news

Spur der Verwüstung

Zerstörungswut greift am Westufer des Starnberger Sees um sich. Am Wochenende haben Chaoten in Pöcking randaliert.

Wachsamkeit scheint geboten. Die Fälle von Zerstörungswut häufen sich in Tutzing und Umgebung immer mehr.

"Chaoten ziehen durch Pöcking": Das berichtet die Starnberger Polizeiinspektion heute. Was sie schildert, ist kaum zu fassen. Mindestens 16 Autos sind danach an diesem Wochenende an der Pöckinger Straße Lindenberg beschädigt worden.

Einem Fahrer des Winterdienstes ist nach Angaben der Polizei heute morgen aufgefallen, dass in der Straße Lindenberg Gehäuseteile einiger Außenspiegel auf der Straße verteilt waren. Die hinzugezogene Streife der Polizeiinspektion Starnberg hat dann festgestellt, dass mindestens 16 an der Straße geparkte Fahrzeuge beschädigt worden waren.

Bürger verfolgt Bande in Tutzing und hält Kontakt zur Polizei - vergeblich

Dieser Vernichtungswahn scheint sich auszubreiten. In jüngerer Zeit gab es auch in Tutzing und in der Nachbarschaft etliche solche Fälle.

Aber selbst wenn man die Vandalen quasi auf frischer Tat ertappt, ist es oft schwer, etwas zu unternehmen. Eine Bande von Zerstörern ist vor einiger Zeit bei ihrem Treiben mitten in Tutzing beobachtet und von einem Bürger verfolgt worden, der per Handy auch laufend die Polizei informierte. Doch die nächste erreichbare Streife hielt sich zu dieser Zeit ganz woanders im Landkreis Starnberg auf. Als sie in Tutzing eintraf, waren die Täter verschwunden.

Als vorOrt.news kürzlich über die auffallende Häufung von Vandalismus in Tutzing und Umgebung berichtete, wurde in einem Kommentar gleich noch auf ein weiteres Vorkommnis aufmerksam gemacht: Der Schaukasten des Kinos Kurtheater an der Traubinger Strasse war mit Graffiti-Farben zugesprüht worden, ebenso ein Kasten der Deutschen Telekom daneben.

Am Wochenende begann die Pöckinger "Spur der Verwüstung", so die Polizei, an einem Autohaus. Dort haben die Vandalen eine Mülltonne umgeworfen. Weiter zieht sich die Spur bis zu einem Spielplatz. Eine Anwohnerin wurde gegen 5.40 Uhr wach, weil sie Geräusche hörte, brachte diese aber nicht mit möglichen Sachbeschädigungen in Verbindung, so dass sie nicht sofort die Polizei informierte.

39 Prozent der deutschen Autofahrer waren schon von Vandalismus betroffen

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Beliebte Zielscheibe von Übeltätern sind Autos © obs/CosmosDirekt/lovro77/iStock/Thinkstock

Autos gehören zur Lieblings-Zielscheibe aggressiver Übeltäter. Nach Angaben der CosmosDirekt-Versicherungsgruppe in Saarbrücken waren 39 Prozent der deutschen Autofahrer schon einmal von Vandalismus betroffen, wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Unternehmens ergeben hat. Da spannt sich der Bogen von zerstochenen Reifen über abgebrochene Außenspiegel und eingeschlagene Scheiben bis zu Beulen und Dellen im Blech. Ob und inwieweit eine Voll- oder Teilkaskoversicherung für die Schäden aufkommt, hängt nach Angaben von CosmosDirekt von der Art des Schadens ab. Sind beispielsweise Fahrzeugscheiben zu Bruch gegangen, decke die Teilkaskoversicherung diese Schäden ab. Andere Vandalismus-Schäden wie Kratzer im Lack sind nach Angaben des Versicherers mit einer Vollkaskopolice versichert.

Für die Pöckinger Vorfälle sucht die Polizei Zeugen. Wenn sie in dem betreffenden Zeitraum Beobachtungen gemacht haben und Hinweise auf den oder die Täter geben können, werden sie gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Starnberg unter 08151/3640 in Verbindung zu setzen.

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Quelle Titelbild: obs/CosmosDirekt/lovro77/iStock/Thinkstock
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