Gemeindeleben
24.12.2018
Von vorOrt.news

Wir wünschen allen eine gesegnete Weihnacht

2018 war für vorOrt.news von vielen lokalen Erlebnissen geprägt - so auch beim Lebendigen Adventskalender

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Hoffnung gibt Zuversicht: Die Kinder machten die Erzählung zu einem Erlebnis. In der Mitte Kathrin Klement.

Seit Oktober 2017 gibt es vorOrt.news - nun neigt sich das erste vollständige Jahr unseres lokalen Onlineportals seinem Ende zu. Viele Menschen haben unsere Berichterstattung, die ganz unserem schönen Tutzing gewidmet ist, sehr wohlwollend begleitet. Wir wünschen Ihnen und Euch allen ein schönes, gesegnetes Weihnachtsfest. Wir sind sehr beeindruckt vom reichhaltigen Leben in unserer Gemeinde und gerade auch von den vielen vermeintlich kleinen Begebenheiten neben den "großen" Ereignissen.

Sehr interessante Beispiele dafür waren die netten Feiern, die etliche Familien, Geschäftsleute und Vereine im Dezember beim Lebendigen Adventskalender beigesteuert haben. Auf einfühlsame, ideenreiche und sehr individuelle Weise haben sie diese Veranstaltungsreihe, die der Tutzinger Verschönerungsverein zum zweiten Mal organisiert hat, zu vorweihnachtlichen Erlebnissen der besonderen Art gemacht. Zum Höhepunkt laden heute, am Heiligen Abend, die evangelische und die katholische Kirche zu ihren festlichen Weihnachtsgottesdiensten ein. Zwischenlager auf altem Volksfestplatz

Einen der interessanten Effekte der vielen kleinen Feiern bildeten neue Ortskenntnisse. Mancher Weg führte die Besucher - und damit auch uns von vorOrt.news - in Gegenden unseres schönen Heimatorts, die sie und wir zuvor nur selten oder noch nie gesehen hatten. Gestern gab es eine lauschige kleine Feier bei Kathrin Klement, einer der Organisatorinnen des Lebendigen Adventskalenders, und ihrer Familie - und zwar ganz hoch oben am Schorn.

Zum zweiten Mal bei der diesjährigen kleinen Veranstaltungsreihe wurde dabei die Geschichte von den vier Kerzen vorgetragen. Sie war auch schon bei der Ambulanten Krankenpflege in ganz besonderer Atmosphäre erzählt worden. Diesmal war es wiederum eine andere, sehr besinnliche Stimmung. Kleine Kinder hielten die Kerzen mit den Namen "Frieden", "Glauben" und "Liebe" in der Hand, die nach und nach verlöschten - bis endlich die vierte Kerze namens "Hoffnung" ihnen viel Zuversicht gab und sie alle wieder neu entflammte.

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Als Dr. Kerstin Schwarzer (li.) und ihre Tochter Lena tragen die Geschichte einer Hündin vortrugen, lag ihnen ihr Oskar zu Füßen. Ob er gespannt zuhörte, wissen wir nicht.

Der persönliche Charakter der Einladungen war für die Besucher erkennbar etwas ganz Besonderes. Am Samstag beispielsweise hat die kleine Feier sogar ganz gemütlich in einem Wohnzimmer stattgefunden Bei der Tierärztin Dr. Kerstin Schwarzer gab es eine Geschichte über Tiere, passend für eine Tierärztin, witzelte die Gastgeberin. "Weihnachtsglück für sechzehn Pfoten“ heißt die Erzählung, die sie zusammen mit ihrer Tochter Lena vortrug. Sie handelt von einer schwangeren Hündin, die ihre Besitzer wegen ihrer „seltsamen Veränderung“ verjagen. Sie irrt eine Weile herum, bis sie hinter einem Haus mit hell erleuchteten Fenstern eine große, schöne Scheune entdeckt, deren Tor leicht geöffnet ist. Ein großes schwarzes Pferd steht dort, erkent sofort, was los ist und lässt die Hündin zu sich herein. Alles ist sauber und gut gepflegt, auch ein dicker roter Kater fühlt sich in dieser Umgebung wohl. Vier kleine Hunde kommen wohlbehalten auf die Welt. Die kleine Tochter des Hausbesitzers freut sich gleich riesig, denn sie hat sich gerade vom Christkind einen Hund gewünscht, weil ihr geliebter Bello gestorben ist. „Das sind wirklich Weihnachtsgeschenke auf vier Pfoten“, sagt ihr Papa gerührt. Er selbst nimmt ein weiteres der Hundebabys, die beiden anderen bringt er bei Onkel und Tante unter. Die Hündin bleibt bei ihren neuen Freunden, dem Pferd und dem Kater. „Wir wurden verstoßen und wieder aufgenommen“, denkt sie sich, „das alles nur in einer Nacht.“ Eine besondere Nacht, vermutet sie.

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Wie in einem Bilderrahmen: Die Christuskirche während der "Märchenorgel"

"Macht hoch die Tür", tönte es am Freitag von der Empore. Es war ein stimmungsvoller Abend in der dunklen Christuskirche, als sich das 21. Türchen des Lebendigen Adventskalenders öffnete. Drei Mitglieder der Familie Brühl-Störlein trugen jeweils auf ganz eigene Weise zu einem märchenhaften Programm bei. Ulrich Graf von Brühl-Störlein spielte an der "Märchenorgel" gefühlvoll Weihnachtslieder. Seine Tochter Juliana von Brühl-Störlein steuerte verträumte Harfenklänge bei. Und seine Frau Ele Gräfin von Brühl-Störlein erzählte die märchenhafte Geschichte von einem kleinen Esel, der nach Bethlehem gehen wollte.

Wie viele andere wollte der Esel das neugeborene Kind sehen, das der neue König sein sollte. Gegen den Willen seines Herrn zog der Esel los. Auf dem Weg traf er viele Tiere. Sie alle lachten ihn aus: Der König werde ihn davonjagen, behauptete das Kamel. Der Löwe, stolz darauf, ein so gewaltiges Tier zu sein, bezeichnete den Esel als „ein Nichts“. Die Hyäne meinte, er sei gut genug, Lasten zu tragen, aber nicht würdig, seinen Rücken vor einem König zu beugen. Der Esel begann, sich seiner grauen Eselshaut zu schämen, kam komplett verunsichert vom Weg ab und stürzte in der Dunkelheit fast zu Tode. Er erkannte die Engel nicht, die in ihren goldenen Gewändern zu ihm kamen, folgte ihnen aber bis zur Krippe in Bethlehem. Als ihm dort das Kind zulächelte. Wusste er: Der neue König schenkt auch dem geringsten seiner Geschöpfe Liebe.

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Eine märchenhaften Abend bescherten den Tutzingern Ele, Juliana und Ulrich von Brühl Störlein (v.li.)
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Neben der Lichtstele verzauberte Juliana von Brühl-Störlein die Gäste mit ihren Harfenklängen
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Eine lauschige Feier gab es am Donnerstag in der Haydnstraße
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Pfarrer Peter Brummer begrüßte die Gäste im Brunnenhof von St. Joseph

So unterschiedlich wie die Gastgeber sind die Gestaltungen der lauschigen Veranstaltungen jeden Abend. Am heutigen Samstag öffnet sich das 22. Türchen des Lebendigen Adventskalenders um 18 Uhr bei der Familie Schwarzer in der Hauptstraße 113 a (Zugang über die Klenzestraße).

Am Dienstag überraschte ein wunderbarer Chor in der Lindemannstraße bei Nina Möller die Gäste. Am Mittwochabend hat sich das 19. Türchen im Brunnenhof der katholischen Pfarrei St. Joseph geöffnet. Pfarrer Peter Brummer war dabei und freute sich über ein schönes Hirtenspiel, das Kinder neben dem Eingang zum Roncalli-Haus aufführten. Es gab Lieder und Fürbitten, schließlich erhielten alle Besucher Kerzen, die am Bühnenbild aufgestellt wurden - ein stimmungsvoller Anblick.

Eine interessante Geschichte stand am Donnerstagabend im Mittelpunkt: "Tomte und der Fuchs". Vroni Lorenz erzählte die Geschichte von Astrid Lindgren, als die Nachbarsfamilien Thun und Lorenz in die Haydnstraße einluden. Die Familie Thun hatte den überdachten Eingang zu ihrem Haus romantisch geschmückt, die Einfahrt war beleuchtet, vor dem Gebäude brannte ein Feuer. In dieser perfekten Stimmung wurden nicht zum ersten Mal freundschaftliche nachbarschaftliche Beziehungen deutlich. Von nebenan kamen etliche Bewohner dazu, und die kleine familiäre Feier wurde zu einer der bestbesuchten des diesjährigen Lebendigen Adventskalenders.

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Adventsstimmung neben dem "schönsten Weihnachtsbaum von Tutzing": Ambulante Krankenpflege

Bei der Ambulanten Krankenpflege am Montag in der Traubinger Straße fand die kleine Feier direkt neben dem großen Weihnachtsbaum in ihrem Garten statt. Geschäftsführer Armin Heil hat ihn selbst vor 23 Jahren mit gepflanzt, wie er erzählte. Daraus, davon ist er überzeugt, ist der schönste Weihnachtsbaum von Tutzing geworden. Er wies auch darauf hin, dass die Ambulante Krankenpflege in einem der ältesten Häuser von Tutzing aus dem Jahr 1879 ansässig ist, das auch einmal das "Café Diana" war. Auch die Innenräume waren gemütlich geschmückt und boten ein romantisches Ambiente für viele interessante Gespräche. Anita Piesch, die Vorsitzende des für den Lebendigen Adventskalender zuständigen Tutzinger Verschönerungsvereins, fühlte sich fast ein wenig heimisch: Sie ist Mitarbeiterin der Ambulanten Krankenpflege. Etliche Mitarbeiter haben engagiert geholfen: Burgi Barz hat für wohlschmeckenden Glühwein gesorgt, Hanni Wild eine leckere Kartoffelsuppe gekocht, Jens Mannigel heimelige Feuerstellen entzündet.

Gerd Stolp las eine Weihnachtsgeschichte über "Die vier Kerzen" vor. Sie handelt von vier Kerzen am Adventskranz. Die eine sagt: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht." Da wurde ihr Licht immer kleiner und verlosch schließlich ganz. "Ich heiße Glauben", sagte die zweite Kerze, "aber ich bin überflüssig - die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein Luftzug löschte sie aus. Nun war die dritte Kerze an der Reihe. "Ich heiße Liebe", sagte sie, "ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich zur Seite, sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen." Und schon verlosch aus diese Kerze. Ein Kind kam herein und fing fast zu Weinen an. "Ihr sollt doch brennen", sagte das Kind zu den Kerzen. Die vierte von ihnen erwiderte: "Hab keine Angst. Solange ich brenne, können wir die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!" Das Kind entzündete an der vierten Kerze ein Streichholz und anschließend auch wieder die anderen Kerzen.

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Die Spannung steigt - die Verkleidung wird geöffnet

Spannend war es am Montag vergangener Woche beim Spielwarengeschäft Hoyer in der Kirchenstraße. Dessen Schaufenster waren zuvor eine Weile verhängt gewesen. Am Montag öffnete sich dann das zehnte Türchen des lebendigen Adventskalenders. Nach einer kurzen Begrüßung durch Anita Piesch, die Vorsitzende des Tutzinger Verschönerungsvereins, und Geschäftsinhaberin Erica Hoyer kam zur sichtlichen Freude der Gäste, darunter vieler Kinder, die Überraschung zum Vorschein: Es sind ideenreich gestaltete Episoden der Weihnachtsgeschichte in Form von Scherenschnitten. Bianca Hoyer, die Tochter von Erica Hoyer, hatte das alles seit Anfang November sorgsam angefertigt - die Idee entwickelt, schwarzen Karton besorgt, die Skizzen entworfen, die Figuren und sonstigen Teile ausgeschnitten und schließlich alles an den Fenstern befestigt. Mitgeholfen hat auch ihr Bruder Phillip Hoyer. Beim lebendigen Adventskalender waren sie natürlich alle dabei, genauso wie Amelie, die fünf Monate alte Tochter von Bianca Hoyer.

Die Grundidee, die hinter der Aktion steht, ist die Einladung an Menschen, sich zu begegnen. "Es kommen vielleicht Menschen zusammen, die sich sonst nicht begegnen würden", sagt Organisatorin Anita Piesch. Sie ist ganz begeistert vom Ideenreichtum der Bürger und Geschäfte, die sich am lebendigen Adventskalender beteiligen. Die Weihnachtsgeschichte an den Fenstern von Hoyer wird übrigens noch bis zu den Feiertagen zu sehen sein.

Alle Gastgeber des Lebendigen Adventskalender 2018:

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Vorweihnachtliche Stimmung herrscht zurzeit jeden Abend in Tutzing

Beginn immer um 18 Uhr, falls nicht anders angegeben

1. Dezember
Buchhandlung Held
Hauptstr. 70

2. Dezember
Die Diemendorfer
Trachtenheim/Maibaum Diemendorf

3. Dezember
Stefanie Knittl
Hauptstr. 93

4. Dezember
Cafe Käthe
Hallbergerallee 14

5. Dezember
Präsent
Bräuhausstr. 2a

6. Dezember
Arche Noah
Am Kallerbach 4

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Die Treffen beim lebendigen Adventskalender bieten auch immer willkommene Gelegenheiten zur Kommunikation

7. Dezember
Tutzinger Förderverein für Tourismus e.V
Vetterlhaus, Leidlstr. 1

8. Dezember
Familie Kolle, Simone-Ferber-Str. 4

9. Dezember
Susanne Mössinger/Klaus Nagel, Beringerweg 8

10. Dezember
Spielwaren Hoyer
Kirchenstr. 5

11. Dezember
HOFRAT
Traubinger Str. 4

12. Dezember
Familie Behrens-Ramberg, Hauptstr. 72

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Familien und Geschäfte beteiligen sich jeden Abend

13. Dezember
Intersport Thallmair
Traubinger Str. 2 / Ecke Hauptstraße

14. Dezember
Familie Riedl / Wilharm
Fiederer Str. 1a

15. Dezember
Schuh-Traum (Beginn: 17 Uhr)
Hauptstr. 40

16. Dezember
Familie Fischer
Zugspitzstr. 54

17. Dezember
Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V.
Traubinger Str. 6

18. Dezember
Nina Möller
Lindemannstr. 16

19. Dezember
Pfarrgemeinde St. Joseph
Roncalli-Haus, Kirchenstr. 10

20. Dezember
Familie Thun und Familie Lorenz
Haydnstr. 2

21. Dezember
"Märchenorgel"
Familie Brühl-Störlein
Christuskirche, Hörmannstr. 8

22. Dezember
Familie Schwarzer
Hauptstr. 113a (Zugang über Klenzestr.)

23. Dezember
Familie Klement
Am Schorn 56

24. Dezember
St. Joseph/Christuskirche
Einladung zu den Gottesdiensten

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Die Weihachtsgeschichte an den Schaufenstern von Hoyer erfreut viele Tutzinger
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Martina Erb und Petra Schepull vom "Hofrat"

Alle Beteiligten denken sich etwas Besonderes aus. Am Mittwoch voriger Woche hatte Andrea Behrens-Ramberg schon den Weg zu ihrem Haus mit Lichtern geschmückt. Als sich die zwölfte Tür - in diesem Fall das Garagentor - öffnete, stand drinnen eine Drehorgelspielerin, die weihnachtliche Musik anstimmte, und auf einem Tisch stand schmackhaftes Chili-con-carne zum Verzehr bereit, das Wolfgang Behrens-Ramberg zubereitet hatte. Tags zuvor, im Geschäft "Hofrat" bei Martina Erb und Petra Schepull, trug die Tutzinger Erzählerin Christine Obermeyr zwei recht ausgefallene weihnachtliche Geschichten vor. Die eine handelte von einem Spatz, der von der bevorstehenden Ankunft von Gottes Sohn erfuhr und vergeblich versuchte, den Menschen davon zu berichten, bevor er endlich bei den Tieren Erfolg damit hatte. In der anderen Geschichte waren drei Bäume auf dem Weg nach Bethlehem die Hauptfiguren: ein Feigenbaum, ein Olivenbaum und eine Tanne, die der Heiligen Familie passende Geschenke überbrachten: eine Feige, eine Olive - aber die Tanne war ein wenig ratlos. Als sie sah, dass Maria eine Kerze in der Hand hielt und offenbar nicht wusste, wohin sie damit sollte, streckte die Tanne ihr einen Zweig hin, Maria stellte die Kerze auf ihn - und der Weihnachtsbaum war geboren.

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Die Schaufenster des Spielwarengeschäfts Hoyer vor der Öffnung
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Die Drehorgelspielerin bei der Familie Behrens-Ramberg

Mit dabei waren in diesem Jahr unter anderem auch schon die Buchhandlung Held, die Diemendorfer beim Trachtenheim, Stefanie Knittl, das Café Käthe, der Laden Präsent, der Kindergarten Arche Noah und die Familie Kolle. Beim Tutzinger Förderkreis für Tourismus am Vetterlhaus hat der Gospelchor „Rock’n’Water“ gesungen, am Beringerweg haben Susanne Mössinger und Klaus Nagel zu diesem Zweck eigens eine Garage ausgeräumt.

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Lauschiges Ambiente und schneebedeckte Berge bei Thallmair

Es ist faszinierend, wie die Gastgeber des Lebendigen Adventskalenders in Tutzing jeden Abend auf andere, ganz individuelle Weise Romantik und festliche Stimmung herbeizaubern. Am Sonnntag gab es einen besinnlichen Abend bei Familie Fischer in der Zugspitzstraße. Am Samstag war "Schuh-Traum" fast schon bezeichnend: Ein wenig verträumt und sehr stimmungsvoll war die kleine Feier im Geschäft von Kathleen Stützle. Das 15. Türchen des Lebendigen Adventskalenders von Tutzing öffnete sich in ihrem Laden an der Hauptstraße bei Zithermusik von Josef Huber mit feiner Quiche, Weihnachtsgebäck, Glühwein und Punsch. Auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald und ihr Mann Martin waren dabei, nachdem sie zuvor bereits den Traubinger Christkindlmarkt besucht hatten.

Am Freitag zuvor gab es eine schöne Feier bei der Familie Riedl/Wilharm in der Fiedererstraße. Stephanie von Bentzel und Claudia Riedl spielten Blockflöte, Conrad (10 Jahre) und Mathilde (3) trugen wunderbar ein weihnachtliches Gedicht vor. Am Tag zuvor zeigte sich Intersport Thallmair, gerade noch von geschäftigem Leben erfüllt, plötzlich wie verwandelt: Es gab gedämmtes Licht, Tannenzweige und Kerzen auf den Tischen unter einem großen Bild mit schneebeckten Bergen, dazu gut gewürzten heißenApfelsaft mit oder ohne einen Schuss Alkohol, wohlschmeckende Platzerl und eine nachdenklich stimmende Weihnachtsbotschaft des Bischofs Scharf, die Monika Neumann vorlas:

"Indem Gott Mensch wird, befiehlt er nicht mehr aus der Ferne: Liebet einander. Sondern er selbst als Mensch macht Ernst damit, Frieden zu stiften unter den Menschen. Über die ganze Erde hin, zwischen Juden und Samaritern, zwischen Juden-Christen und Heiden-Christen, zwischen den unterworfenen Völkern und den herrschenden Römern, zwischen Abendland und Morgenland, den Menschen des Westens und den Menschen des Ostens. Und so heißt, den Juden oder denn Polen oder den Russen oder den Chinesen hassen, Jesus Christus hassen."

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Kathleen Stützle, die charmante Gastgeberin des "Schuh-Traum", im Gespräch mit ihren Gästen © L.G.
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Mathilde und Conrad waren auf den Stühlen gut zu sehen
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Romantik genießen auch Kinder - hier bei "Schuh-Traum" © L.G.
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Alle Besucher des Abends beim Roncalli-Haus brachten ihre Kerzen zur Krippe
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Stimmungsvolles Ambiente beim Weihnachtsbaum im Brunnenhof von St. Joseph
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Kinder führten neben dem Roncalli-Haus ein Hirtenspiel auf
Quelle Titelbild: L.G.
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