"Migration und Flüchtlingspolitik: eine Herausforderung für Europa": So ist eine Veranstaltung mit der Grünen-Politikerin Christine Kamm heute Abend im Tutzinger Roncallihaus überschriebden. Die 65-jährige Diplomökonomin war lange Landtagsabgeordnete und von 2013 bis 2018 Sprecherin für Flüchtlings-, Migrations-, Europa- und Entwicklungspolitik.
In einem Newsletter schreibt sie zu diesem Thema: "Aktuell dreht sich viel um die menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden. Zelt- und Garagenlösungen werden im schönen reichen Bayern angedacht. Leider wurden bislang über Jahre hinweg alle unsere Anträge für einen schnellstmöglichen Bau von Wohnungen und Übergangswohnungen abgelehnt. Weitere Erstaufnahmeeinrichtungen werden nur im Schneckentempo auf den Weg gebracht. Gemeinschaftsunterkünfte sind oft in unwürdigem Zustand. Gelder im Haushalt sind da, und ich ermuntere alle, vorausschauend zu handeln, Wohnraum für Asylbewerber zu suchen und wenigstens Mindeststandards an Privatsphäre bei neuen GUs zu wahren. Menschenunwürdige GUs sollten geschlossen werden und nicht allen BesitzerInnen von Problemimmobilien bedingungslos Mondpreise bezahlt werden. Da es offenbar an einer entsprechenden Aufsicht der Regierungen fehlt, um Mindeststandards in den GUs durchzusetzen, besuche ich gerne mit Euch vor Ort problematische Einrichtungen, um öffentlichkeitswirksam für bessere Standards in den Unterkünften zu sorgen."
Kommentar hinzufügen
Kommentare