Die Wassergebühr in Tutzing steigt. Vom 1. Januar 2025 an wird der „Verbrauchspreis“ von bisher 1,59 Euro auf 2,22 Euro je Kubikmeter Trinkwasser erhöht, der „Grundpreis“ für den kleinsten Zähler von 15 Euro auf 25,20 Euro. Es hätte auch die Möglichkeit einer höheren Grundgebühr von 49,20 Euro und einem Verbrauchspreis von 2,12 Euro gegeben.
Für diese zweite Variante plädierte Bernd Pfitzner von den Grünen unter Hinweis auf viele leer stehende Wohnungen, auch Ferienwohnungen, in Tutzing, deren Eigentümer seiner Meinung nach unabhängig von der Nutzung der Wohnungen einen höheren finanziellen Beitrag sollten. Doch der Gemeinderat hat sich am Dienstag mehrheitlich für die erste Variante entschieden.
Im vorigen Kalkulationszeitraum 2021 bis 2024 seien nicht alle geplanten Investitionen getätigt worden, sagte Bürgermeister Ludwig Horn. Zum niedrigeren bisherigen Verbrauchspreis von 1,59 Euro je Kubikmeter hat ein Überschuss von rund 1,2 Millionen Euro im Zeitraum 2021 bis 2024 beigetragen, der rückzuvergüten war. Einige wichtige Maßnahmen wie zwei neue Brunnen in Kerschlach und am Pfaffenberg haben die Trinkwasserversorgung in Tutzing aber nach den Worten des Bürgermeisters auf einen guten Stand gebracht. In der neuen Periode steht laut Horn unter anderem eine Ertüchtigung der Verteilungsanlagen an.
Im Jahr gibt Tutzing nach den neuen Berechnungen etwa 565 000 Kuibikmeter Wasser an die verschiedenen Haushalte ab. Die Gebühren werden alle vier Jahre neu kalkuliert. Mit der „relativ komplizierten“ Berechnung für den Zeitraum 2025 bis 2028 hat die Gemeinde wie zuvor die Münchner Ingenieurgesellschaft Pecher und Partner beauftragt.
Kommentar hinzufügen
Kommentare