Gastronomie
3.12.2022
Von vorOrt.news

"Wir wollen bewusst neue Reize setzen"

Erweiterte Öffnungszeiten im neuen Tutzinger Bistro „Hin & Weg“ - Interview mit den Inhabern

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"Sehr viele unserer Erwartungen sind eingetroffen", sagen Sebastian und Verena Goslich

Seit genau einem Monat gibt es das neue Tutzinger Bistro „Hin & Weg“. Ein ausführliches Gespräch mit den Inhabern Verena und Sebastian Goslich ist gar nicht so einfach, denn sie haben sehr viel zu tun. Dank familiärer Kontakte haben wir es geschafft.

> Ihr seid ganz neu in die Gastronomie gestartet. Habt ihr euch das so vorgestellt oder ist alles ganz anders gekommen als gedacht?

Sehr viele unserer Erwartungen sind eingetroffen. Wir sind sehr glücklich mit der Gebäudesanierung an sich und der Raumgestaltung des neuen Bistros. Wir wurden an vielen Ecken sehr gut beraten. Auch mit unserem Konzept „Speise um die Welt“ sind wir sehr zufrieden und wir bekommen auch das Feedback, dass die wechselnden Wochengerichte in Kombination mit den leckeren Waffeln bei unseren Kunden sehr gut ankommen.

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Speise-Reise: Auf einer ganz besonders gestalteten Weltkarte ist die Herkunft der jeweiligen Gerichte zu erkennen

> Ihr habt euch ein ganz neues Gastronomiekonzept ausgedacht. Wie kamt ihr darauf, was ist das Besondere daran?

Wir haben selbst gemerkt, dass es für Tutzinger gar nicht so einfach ist, wechselnde Mittagsgerichte im Ort zu finden. Die meisten Gastronomien haben eine feste Speisekarte und das ist ja auch gut so. Der Kunde weiß, was er bekommt und für die Unternehmen ist die Planung einfacher. Wir wollen bewusst neue Reize setzen und unsere Kunden jede Woche auf eine neue „Speise-Reise“ mitnehmen. Das bedeutet für uns mehr Aufwand in Einkaufsplanung und Speisekarte-Gestaltung. Unser ganzen Team identifiziert sich voll mit dem Konzept und bringt jede Woche wieder selbst neue Ideen ein. Wir haben zwei Angestellte mit Kochausbildung, die ihrer ganzen Kreativität freien Lauf lassen können und „rund um die Welt" kochen können.

> Wie hat sich der Besuch entwickelt? Was sagen die Leute?

Wir sind immer noch in der Anfangsphase und natürlich ist das Geschäft im November sicher nicht mit einem Sommer-Geschäft vergleichbar. Die ersten Tage waren herausfordernd. Unsere Gäste haben sich lange auf die Eröffnung gefreut und wir uns natürlich auch, dass wir gleich am Anfang so viel Besuch bekommen haben. Das Feedback ist sehr positiv. Und wir nehmen auch gerne Ideen unserer Kunden auf und versuchen sie mit einfließen zu lassen. Das ist wichtig für uns, da wir vieles noch lernen müssen.

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Oberbayerische Identität, weltweiter Besuch: "Da passen die wechselnden internationalen Gerichte"

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Freitags und samstags gibts's bei Hin & Weg nun kleinere internationale Tapas-Portionen

> Ihr nehmt auch schon Änderungen im Angebot vor und bei den Öffnungszeiten. Was genau und warum?

Wir haben schnell Feedback bekommen, dass bei uns ein Frühstück auf der Karte fehlt. Das hatten wir anfangs nicht geplant, haben es aber jetzt schnell mit aufgenommen. Da wir mitten in der Lernphase stecken und sich feste Strukturen und Arbeitsabläufe noch einspielen müssen, sind wir da sehr flexibel. Es gibt mittlerweile auch sehr günstige Schülerangebote unter 5 Euro. Außerdem wollten wir anfangs mit Ruhe starten und haben bewusst am Wochenende erst mal nicht geöffnet. Wir wollen aber auch unseren Gästen, die nur abends Zeit haben, die Chance geben uns zu besuchen und öffnen deswegen ab sofort auch freitags und samstags bis 22 Uhr. Freitags haben wir durchgehend von 10 bis 22 Uhr geöffnet, samstags von 18 bis 22 Uhr. Damit unsere Kunden die Vielfalt unserer Speisen genießen können, bieten wir abends immer kleinere internationale Tapas-Portionen an. (Anm. der Redaktion: Die aktuelle Speisekarte für 02. & 03.12. ist am Ende des Interviews zu finden)

> Was meint ihr nach dem ersten Monat: Passt so ein Konzept zu Tutzing?

Wir denken, ja. Tutzing hat eine oberbayerische Identität und gleichzeitig viele Besucher aus aller Welt. Da passen die wechselnden internationalen Gerichte sehr gut dazu. Und unsere süßen und deftigen Waffeln kommen nicht nur bei unseren vielen Schülern im Ort gut an.

> Bald ist Weihnachten, da darf man Wünsche haben…

Unser Wunsch ist natürlich, dass sich jeder bei uns wohlfühlt. Und das funktioniert vor allem durch gegenseitiges Verständnis. Wenn mal was nicht so passt, dann sind wir über jedes Feedback dankbar. Gleichzeitig hoffen wir, dass manche Fehler in der Anfangsphase noch leichter verziehen werden. Wir freuen uns über Ideen, die wir in unser Konzept und unsere Speisekarte integrieren können. Natürlich ist nicht alles umsetzbar. Leider geht auch an uns die ganze Energiekrise nicht spurlos vorüber. Unsere Strompreise sind doppelt so hoch wie vor einem Jahr, zum Dezember wurde unser Gaspreis verdreifacht. Wir hoffen, so lange wie möglich unsere günstigen Preise anbieten zu können. Aktuell versuchen wir immer Mittagsgerichte unter 10 Euro auf die Karte zu bringen. Sollten Anpassungen irgendwann nötig sein, bitten wir schon jetzt um Verständnis.

Die Fragen stellte Lorenz Goslich

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Kommentare

Liebe Verena und Basti, finde auch dass ein anderes Konzept, so wie Eures, passend für Tutzing ist. Frühstück ( Egg Benedikt, Avocadobrot, Bircher Müsli ..) anbieten mit Speisen was es in den anderen Kaffes nicht gibt fände ich sehr schön. Viel Erfolg