Gastronomie
24.9.2020
Von vorOrt.news

„Ich lade sie zum Arbeiten ein“

Tutzinger Hof erhält kritische Post wegen Beschäftigung einer Ausländerin

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Wegen Personalmangel freuen sich viele Gaststättenbetreiber über zuverlässige ausländische Mitarbeiter, so auch die Verantwortlichen des "Tutzinger Hofs" - hier ein Blick in ihre Gaststube © L.G.

„Hallo Frau Gsinn wie lange wollen sie diese Ausländerin noch beschäftigen. Wir haben genügend deutsche Arbeitslose die keine Arbeit haben. Sie gehört zurück in ihr Heimatland !“ Diese Nachricht haben Petra Gsinn und Rolf Läkamp von der Gaststätte „Tutzinger Hof“ dieser Tage in der Post gefunden. Eine Absenderin, die ihnen nicht bekannt ist, bezog sich dabei auf eine Frau aus Äthiopien, die zu ihrer Belegschaft gehört hat, bei ihnen aber inzwischen nicht mehr tätig sein darf. Nachdem ihre Duldung ein paarmal verlängert worden war, hat ihr die zuständige Ausländerbehörde im Landratsamt Weilheim-Schongau die Arbeitserlaubnis verweigert, weil sie keinen Pass aus ihrer Heimat vorlegen konnte.

Als nun die kritische Nachricht in der Post auftauchte, kommentierte Petra Gsinn spontan mit Blick auf die Absenderin: „Gib mir die Telefonnummer - ich lade sie zum Arbeiten ein.“ Wie viele Betreiber in der Gastronomie klagen auch die des Tutzinger Hofs seit langem über Schwierigkeiten, zuverlässiges Personal zu finden. Mit der Arbeit der Äthiopierin waren sie sehr zufrieden.

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