Der Herbst hat unsere Wälder verändert. Die Tage werden kürzer, die Wege feuchter und im weichen Boden tauchen plötzlich Hinweise auf Tiere auf, die wir sonst kaum zu Gesicht bekommen. Bella Wildherz lädt Familien ein, die Tutzinger Natur jetzt mit allen Sinnen neu zu entdecken.
Am vergangenen Sonntag wurden die Uhren zurückgestellt. Seitdem wird es nach unserer Uhr eine Stunde früher dunkel. Doch die Tiere rund um Tutzing haben davon nichts bemerkt. Rehe, Füchse, Dachse und Waldkäuze richten ihren Tagesrhythmus nicht nach unseren Uhren, sondern nach dem natürlichen Wechsel von Licht und Dunkelheit. Gerade jetzt lohnt es sich deshalb, bei einem Herbstspaziergang einmal genauer hinzuhören, hinzuriechen und auf den Boden zu schauen.
Denn die beginnende nasse Jahreszeit ist eine wunderbare Gelegenheit, zum Spurenforscher zu werden. Auf weichen Waldwegen hinterlassen Rehe ihre schmalen, zweigeteilten Hufabdrücke. Vielleicht entdecken wir die vier Zehen einer Fuchspfote oder aufgewühlte Erde, in der ein Wildschwein nach Nahrung gesucht hat. Solche Hinweise erzählen uns, welche Tiere in unserer Umgebung unterwegs sind, auch wenn wir ihnen selbst nie begegnen.
Rund um Tutzing gibt es dafür viele schöne Möglichkeiten.
Die Waldwege hinauf zur Ilkahöhe laden dazu ein, nach Abdrücken im feuchten Boden Ausschau zu halten. In der Waldschmidtschlucht lassen sich die Geräusche von Wasser, Wind und fallenden Tropfen entdecken. Rund um die Deixlfurter Weiher können Familien auf den öffentlichen Wegen nach Spuren suchen und zugleich die besondere Stimmung der feuchten Herbstlandschaft erleben. Und selbst im Kustermannpark lohnt es sich, zwischen alten Bäumen und herabgefallenem Laub einmal genauer hinzusehen. Niemand muss dafür eine große Wanderung unternehmen. Oft reichen schon zwanzig Minuten vor der eigenen Haustür.
Besonders schön ist ein Spaziergang am späten Nachmittag, wenn das Licht langsam schwächer wird. Dann verändern sich die Farben, Bäume werden zu dunklen Silhouetten und Geräusche treten stärker in unsere Wahrnehmung. Vielleicht hören wir einen Vogelruf, riechen das feuchte Laub oder entdecken einen Pfotenabdruck am Rand einer Pfütze. Dabei müssen wir die Tiere weder suchen noch verfolgen. Ihre Spuren lassen sich von den Wegen aus beobachten, fotografieren und später gemeinsam bestimmen.
Bellas Einladung an alle kleinen und großen Naturforscher:
Zieht euch wetterfeste Schuhe an, nehmt euch ein wenig Zeit und entdeckt euren Lieblingsweg einmal mit anderen Sinnen. Bleibt eine Minute stehen und lauscht. Findet einen besonderen Herbstgeruch, betrachtet die Silhouette eines Baumes und sucht nach einem Hinweis auf ein Tier. Vielleicht findet ihr keine einzige Spur, dafür aber ein Geräusch oder einen Geruch, den ihr bisher noch nie bemerkt habt.
Wer mit offenen Sinnen unterwegs ist, entdeckt schnell, dass unsere heimische Natur auch an grauen, nassen Herbsttagen voller Leben steckt. Und manchmal erzählt ein einziger kleiner Abdruck im Matsch eine Geschichte, die uns sonst verborgen geblieben wäre.
Noch mehr Naturwissen, Anregungen und eine ausführliche Herbst-Spurenmission gibt es kostenlos und werbefrei bei Bella Wildherz unter [www.bellawildherz.de](https://bellawildherz.de).
Wenn es früher dunkel wird
jetzt beginnt die Spurensuche rund um Tutzing!
Quelle Titelbild: Benjamin Kessel

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