Im vorigen Jahr drohte bei der Heimatbühne Tutzing wegen Nachwuchsmangel die Vereinsauflösung – doch heute, am Samstag, 24. Mai. startet sie einen Neuanfang. Das Laienensemble um Spielleiter Hubert Heirler lädt zu einem „Bunten Abend“ ins Roncallihaus ein.
Es dürfte ein unterhaltsamer Abend werden – mit mehreren attraktiven Darbietungen: einer Aufführung der Heimatbühne, musikalischen Einlagen des Akkordeon-Quintetts Diskanto und dem Zauberer Tom. Einlass ist am Samstag um 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Es wird auch Getränke und einen kleinen Imbiss geben. Auch wenn der Eintritt nichts kostet, sind den Verantwortlichen der Heimatbühne Spenden natürlich willkommen.
Seit 1977 gibt es die Heimatbühne Tutzing. Viele Mitglieder sind ihr seit Jahrzehnten treu. Seit der Gründung gab es nur zwei Vorsitzende: Erst Hubert Hupfauf, seit 1993 Hubert Heirler. Über lange Zeit hat der Verein fast in jedem Jahr ein Stück aufgeführt. Als größter Erfolg gilt eine Aufführung des „Brandner Kaspar“ 1978. Die alte TSV-Halle in der Greinwaldstraße war für die Theatergruppe Heimstatt und Theatersaal. 400 Personen hat sie gefasst, und oft war sie voll besetzt.
Aber dann lief Vieles nicht mehr so rund. Alle möglichen Probleme haben das Laienspiel immer mehr erschwert. Als die alte TSV-Halle 2011 abgebrochen wurde, verlor die Heimatbühne im wahrsten Sinn des Wortes ihre Heimat. Einen perfekten Theaterraum gibt es seitdem nicht mehr. Die Dreifachturnhalle gilt nicht als geeignet, weil es dort keine Bühne gibt. Sehr gefreut haben sich die Vereinsmitglieder über die Nutzungsmöglichkeit der Kloster-Turnhalle, die ihnen die Missions-Benediktinerinnen lange zur Verfügung gestellt haben. Den Neubeginn an anderer Stelle, im Roncallihaus, hat nun die Pfarrei St. Joseph ermöglicht.
Die letzten großen Aufführungen sind Jahre her: 2017 spielte das Ensemble „Im Pfarrhaus ist der Deife los“ und 2018 den schaurig-lustigen Schwank "Gspenstermacher“. Seitdem hat das Team die Lust am Theaterspiel auf andere Weise zu erhalten versucht, so mit bunten Abenden und Sketchen. Alle, die dabei waren, können es bestätigen: Die Lust am Schauspiel ist dem Team um Hubert Heirler trotz aller Probleme nicht vergangen.
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