Bildung
11.11.2025
Von vorOrt.news

"Herausragende Verdienste"

Ursula Münch erhält den Otto-Kirchheimer-Preis - Ehrung für Parteien- und Demokratieforschung

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Prof. Ursula Münch leitet die Akademie für politische Bildung in Tutzing seit 2011

Prof. Ursula Münch ist die Trägerin des Otto Kirchheimer-Preises 2025. Mit ihm wird die Direktorin der Akademie für politische Bildung in Tutzing am 13. November in Heilbronn für ihre „herausragenden Verdienste im Bereich der Parteien- und Demokratieforschung“ ausgezeichnet. Die Laudation hält die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Theresa Schopper.

Das Thema des Festvortrags von Ursula Münch lautet nach Angaben der Akademie "Die fragile Demokratie: Otto Kirchheimer und die Zukunft des demokratischen Verfassungsstaates“. In einer Podiumsdiskussion werde sie anschließend mit Laudatorin Theresa Schopper und Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim über "Demokratie heute – und morgen?“ sprechen. Die Moderation übernimmt der Preisträger des Otto Kirchheimer-Preises 2015, Ulrich von Alemann.

Der mit 10 000 Euro dotierte Otto Kirchheimer-Preis erinnert an den 1905 in Heilbronn geborenen großen Parteienforscher und Staatsrechtslehrer Otto Kirchheimer (1905-1965). Nach Angaben der Universität Greifswald gehört er zu einer Gruppe deutsch-jüdischer Juristen aus der Weimarer Republik, die erst durch die von ihnen erlebten politischen Ereignisse in der Emigration zu Politikwissenschaftlern wurden und die nach 1945 die westdeutsche Politikwissenschaft stark prägten. https://ipk.uni-greifswald.de/forschungsprojekte/edition-der-gesammelten-schriften-von-otto-kirchheimer/ Im Zweiten Weltkrieg arbeitete Kirchheimer für die US-Regierung. Bis zu seinem Tod 1965 hatte er eine Professur an der Columbia University in New York inne.

Der Preis wurde 2015 von Gudrun Hotz-Friese und Harald Friese, ehemals Mitglied des Deutschen Bundestags und Heilbronner Bürgermeister, gestiftet. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom Förderverein Otto Kirchheimer-Preis e.V. auf Vorschlag eines Wissenschaftlichen Beirats verliehen.

Ursula Münch ist 1961 in Esslingen am Neckar geboren. 2011 wurde sie als Nachfolgerin von Heinrich Oberreuter Direktorin der Akademie für Politische Bildung. Seit 1999 ist sie Professorin für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München, seit 1. November 2011 ist sie dort beurlaubt. Von 2009 bis 2011 war sie auch Dekanin der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder

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