Bauwirtschaft
22.3.2026
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Extrem abhängig

Immer noch Klärungsbedarf bei der Sanierung der Tutzinger Mittelschule

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Neue Blickwinkel: Die mit Holz verkleidete Mittelschule, von der unteren Traubinger Straße aus gesehen © L.G.

28 Millionen Euro Brutto-Gesamtkosten werden nach dem aktuellen Stand weiterhin für die Sanierung der Tutzinger Mittelschule erwartet. Das hat Bürgermeister Ludwig Horn im Gemeinderat nochmals bestätigt. Vor Jahren waren die Sanierungskosten auf 25 Millionen Euro geschätzt worden.

Rund 13 Millionen Euro sollen auf Förderungen entfallen, hinzu kommen Beteiligungen von Nachbarkommunen. Für die Gemeinde Tutzing wird derzeit mit einer Eigenbeteiligung von 9,4 Millionen Euro gerechnet. Die Auslagerung der Mittelschule während der Bauzeit in die Feldafinger Bundeswehrkaserne seit dem Jahr 2021 kostet nach Horns Angaben bisher brutto 2,5 Millionen Euro (Stand Anfang 2026). Der aktuelle Zahlungsstand bei den Sanierungsarbeiten wird mit 16,85 Millionen Euro angegeben, das sind etwa 60 Prozent der 28 Millionen Euro Gesamtkosten.

Nach Angaben der Firma Kling Consult, die aufgrund zahlreicher Probleme im vorigen Jahr mit der Bauüberwachung beauftragt worden ist, befinden sich die Bauarbeiten „gemäß aktuellem Umsetzungsstand leicht im Rückstand“. Vor einem Monat hatte Kling-Consult eine „aktuelle Projektsituation“ mit fast 40 Problempunkten präsentiert.„Was fehlt?“ Beispielsweise musste die Auftragsvergabe bei den Brandschutzelementen nach Abstimmungen mit dem Denkmalschutzamt aufgehoben und ein neues Leistungsverzeichnis erstellt werden. Einer Firma wurde wegen Nichterscheinen auf der Baustelle gekündigt, weitere wesentliche Arbeiten konnten wegen „Nichtaufnahme der Leistung“ nicht in der erwarteten Zeit ausgeführt werden.

Inzwischen konnten offenbar einige Verbesserungen erzielt werden, doch einzelne Leistungen sind nach Angaben der Bauüberwacher immer noch in Klärung oder Beauftragung. Weiterhin müssten noch einige Planungslücken nachgezogen und geplant werden. An anstehenden Ausschreibungen genannt werden der Bodenbelag Naturstein, die Schreinerarbeiten sowie die Grob- und Feinreinigung.

„Wir sind extrem abhängig von der Leistung der Gewerke“, sagt Bürgermeister Horn, „wir können nicht selbst die Trockenbauwand aufstellen.“ Wann die Schule bezugsfertig sein wird, ist derzeit nicht bekannt. Dass der vor einiger Zeit für möglich gehaltene Einzugstermin Ostern 2026 nicht eingehalten werden kann, steht schon lange fest.

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