Bauwirtschaft
25.11.2020
Von vorOrt.news

Ex-Hotelgelände als Lagerfläche

Seehof-Eigentümer stellt Grundstück für den Kanalbau in der Schlossstraße zur Verfügung

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Der Tutzinger Christoph Knobloch ist Projektleiter beim Kanalbau in der Schlossstraße

Zu einer ansehnlichen Baustelle hat sich das Tutzinger Seehof-Grundstück verwandelt. Ein Hotelbau aber ist nicht der Grund, wie manch einer vielleicht vermuten wird. Nebendran laufen Kanalbauarbeiten in der Schlossstraße. Der Seehof-Eigentümer hat sein ohnehin leer stehendes Areal hierfür als Lagerfläche zur Verfügung gestellt.

Auf dem Grundstück ist der Humus abgetragen worden. Eine Folie und ein Vlies sind eingezogen worden, um den Untergrund vor möglichen Altlasten in der Erde zu schützen, die nun auf dem Seehof-Gelände aufgetürmt werden. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, sagt der Tutzinger Christoph Knobloch, der zuständige Projektleiter beim Abwasserverband Starnberger See. Tatsächlich werden in dieser Erde keine Altlasten vermutet. Man geht vielmehr davon aus, dass sie später wieder zum Auffüllen verwendet werden kann. Lastwagen werden sie dann sozusagen auf einem Rundweg über die Schlossstraße, die Hauptstraße und die Marienstraße wieder zur Kanalbaustelle bringen. In der Marienstraße wird ein beidseitiges Halteverbot angeordnet. Der bisher auf der Schlossstraße befindliche Asphalt wird entsorgt werden. Die Seehof-Fläche soll nach Abschluss der Arbeiten wiederhergestellt, der Humus wieder aufgetragen werden.

Künftig größerer Kanal-Durchschnitt

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Die Arbeiten im Untergrund der Schlossstraße kommen gut voran

Im Zuge der Arbeiten wird der Durchschnitt des Kanals von bisher 0,6 Metern auf einen Meter vergrößert, so dass künftig eine deutlich größere Wassermenge als bisher hindurchfließen kann. Das gilt wegen stärkerer Niederschläge als notwendig. Niederschlagswasser aus einem Einzugsgebiet vom Gröberweg bis zur Oskar-Schüler-Straße wird durch den Kanal in den Starnberger See geleitet werden. Die Wasserqualität der Einleitungen soll sich durch die neuen Baumaßnahmen verbessern, wie Verbandsgeschäftsführer Norbert Impelmann versichert hat. Damit hat er auf Befürchtungen reagiert, schmutziges Wasser werde in den See geleitet.

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Anschluss in viereinhalb Metern Tiefe

Nach Verzögerungen wegen eines Stromkabels, das erst einmal verlegt werden musste, geht es nun mit den Arbeiten relativ schnell voran. Ganz unten an der Schlossstraße, neben dem kleinen Park am Biersteg, ist schon ein Schacht fertig. Von dort aus arbeiten sich die Kanalbauer nun langsam in der Schlossstraße hinauf bis zur Hauptstraße. Dort oben wird der Kanal dann in einer Tiefe von rund viereinhalb Metern an die bestehenden Kanäle angeschlossen werden.

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Auf dem Seehof-Gelände sind derzeit ansehnliche Erdhaufen aufgetürmt © L.G.

Im Kreuzungsbereich enden die Arbeiten vorläufig

Ein Schacht im Kreuzungsbereich wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 den vorläufigen Abschluss bilden, bis es dann dort mit den Arbeiten weitergehen wird, wenn das Ortszentrum mit der Sanierung der Hauptstraße an die Reihe kommt. Aber dieser Teil der Straßenarbeiten ist vorerst verschoben worden. Wenn der Süden der Hauptstraße fertig ist, soll die Sanierung zunächst im Nordbereich fortgesetzt werden.

Für Fußgänger gibt es während der Bauarbeiten eine Umleitung zum Seeufer, auch die Evangelische Akademie im Tutzinger Schloss bleibt erreichbar.

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