Bauplanung
31.12.2021
Von vorOrt.news

Teilbau an der Hauptstraße

Laut Bebauungsplan mögliches Gebäude wird nicht komplett errichtet - Kiosk mit Kebaphaus bleibt

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Die Tür des Kebaphauses soll auch künftig geöffnet bleiben: Nur das Nachbargebäude wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt - der Kiosk soll nicht angetastet werden. © L.G.

Lauter Neuigkeiten stehen im Tutzinger Ortszentrum bevor. Neben den Nachfolgeplanungen für den Tengelmann/Edeka-Markt Name für Tutzings Mitte gesucht beschäftigt den Gemeinderat auch ein vorgesehener Neubau neben dem Gebäude der früheren Metzgerei Stöckerl, in dem sich heute eine Filiale der VR-Bank befindet. In ähnlicher Höhe wie dieses soll daneben ein Bauwerk errichtet werden. So sieht es jedenfalls der betreffende Bebauungsplan vor. Doch bei diesem Projekt gibt es einen Haken: Das Gebäude würde sich über zwei Flurnummern erstrecken. Diese Grundstücke gehören verschiedenen Eigentümern - und nur einer von ihnen will bauen, der andere nicht.

Folge: Voraussichtlich wird nur ein Teil des betreffenden Gebäudes errichtet werden, nämlich der südliche Teil, in direkter Nachbarschaft der Bank, mit der es durch einen niedrigeren Zwischenbau verbunden werden soll. Der andere, nördliche Teil des laut Bebauungsplan möglichen Neubaus wird vielleicht später einmal angebaut werden, vielleicht auch gar nicht - das ist dem Eigentümer dieses Grundstücks überlassen. Denn es handelt sich nach Angaben des Tutzinger Bauamts um einen so genannten Angebots-Bebauungsplan - ein Angebot zur Bebauung, das der Grundeigentümer sofort oder später annehmen kann oder auch nicht.

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Viel Neues gibt's im Tutzinger Ortszentrum: An der Stelle des alten Tengelmann (rechts hinten) soll es einen Neubau und einen Platz geben, neben der VR-Bank (links in der Mitte) ist ebenfalls ein Neubau vorgesehen, und die linke Hälfte des Gebäudes links neben dem Fischergassl ist soeben verkauft worden. © L.G.
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Das Kioskgebäude soll bleiben - und das Kebaphaus ebenfalls

Auf Skizzen, die im Bauausschuss des Gemeinderats gezeigt wurden, sah das sich über zwei Grundstücke erstreckende Gesamtgebäude quasi wie aus einem Guss aus. Aber in der Sitzung wurde auch klargestellt, dass daraus wohl zumindest vorerst nichts werden wird. Aus diesem Grund wird auch die eigentlich vorgesehene Gestaltung geändert. Eine dem Gebäude vorgesetzte Wiederkehr, ein Vorbau, war nämlich zentriert für das Gesamtgebäude vorgesehen. Solange der nördliche Gebäudeteil nicht steht, würde sie sich am nördlichen Gebäuderand befinden. Das bezeichnete die Bauverwaltung als optisch und städtebaulich nicht gewünscht. Deshalb soll die Wiederkehr nun verschmälert und nach Süden versetzt werden, also in den Mittelpunkt des Teilbaus.

Dass der Nordteil des Neubaus nicht gebaut werden soll, hängt auch mit dem dort befindlichen kleinen Kioskgebäude zusammen. In dem befand sich früher ein bekanntes Obst- und Gemüsegeschäft, heute wird dort das „Kebaphaus Tutzing“ betrieben. Der Angebots-Bebauungsplan der Gemeinde wäre, wenn der komplette Neubau realisiert würde, mit dem Abbruch des Kiosks verbunden. Aber daran denkt der Eigentümer dieses Grundstücks nicht, wie er versichert. Nach seinen Angaben soll der Kiosk stehenbleiben und der Dönerladen weiter betrieben werden.

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