Bauplanung
21.11.2021
Von vorOrt.news

Stiftung würde gern auch in Tutzing bauen

Großer Bedarf an weiterer betreuter Wohnanlage - aber ein geeignetes Grundstück fehlt

Der Bedarf für betreutes Wohnen ist nach wie vor groß. Nach der soeben eingeweihten neuen Anlage in Bernried würde die Stiftung Theresia Petsch gern eine weitere Anlage in Tutzing errichten. Für ein neues Projekt dieser Art hat sie noch ausreichend Mittel zur Verfügung, bestätigte der Vorsitzende ihres Stiftungsrats, Dr. Thomas von Mitschke-Collande, am Rande der Feierlichkeiten.

Bisher fehlt es dafür allerdings nach seinen Worten an einem geeigneten Grundstück. Alle in Frage kommenden, einigermaßen zentral gelegenen Flächen seien so teuer, dass ein Projekt mit Sozialauftrag auf dieser Basis nicht möglich sei. Denn dann könnten nicht erschwingliche Mieten für die Bewohner gewährleistet werden.

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Die neue Bernrieder Anlage am Grundweiher außen und innen - ein Vorbild für ein weiteres Projekt dieser Art in Tutzing? © Armin Heil / L.G. / Bild auf der Startseite: Armin Heil
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In der Bernrieder Anlage, die die in Tutzing ansässige Stiftung gemeinsam mit der Gemeinde Bernried gebaut hat, werden für die Mieten 10,50 Euro je Quadratmeter berechnet. Sollte sich doch ein Grundstück finden lassen, dann würden laut von Mitschke-Collande Themen wie Tages- und Kurzzeitpflege, aber auch Mitarbeiterwohnungen eine wichtige Rolle spielen.

Die Stiftung Theresia Petsch ist vom Verein Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V. gegründet worden, um das Vermögen aus einem Nachlass der im Jahr 2016 verstorbenen Theresia Petsch langfristig zu erhalten. Sie hatte die Ambulante Krankenpflege testamentarisch zu ihrem Alleinerben bestimmt und dies mit der Maßgabe verbunden, den Nachlass zur Unterstützung hilfsbedürftiger alter Menschen einzusetzen.

Mehr zum Thema:

Stiftung Theresia Petsch
https://www.stiftung-theresia-petsch.de/

Die neue Anlage in Bernried:
Tutzing und Bernried eng verbunden

ID: 4452
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Comments

Großartig, dass in Tutzing mit diesem Projekt viel für den Bedarf und die Bedürfnisse der älteren Mitbürger auf die Beine gestellt wird. Nachdem das nun realisiert wurde und sogar ein weiteres Projekt direkt in Tutzing angedacht wird, ist eines klar: Jetzt sind die jungen Menschen an der Reihe. Diejenigen nämlich, die während der Corona-Pandemie zum Wohle der von Corona gefährdeten Älteren sehr fürsorglich und selbstlos in erheblichem Umfang auf eigene Bildung und auf Lebenschancen verzichtet haben. Wenn die jungen Menschen uns auch nicht prachtvolle Neubauten mit feinste Ausstattung wert sind, findet sich doch gewiss eine bescheidene Lösung. Sollte eigentlich machbar sein, oder?
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