Verkehr
22.4.2026
Von vorOrt.news

Zaun am Tutzinger Bahnhof geplant

Fast 200 Meter lang - Überquerung der Gleise soll verhindert werden

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Mal schnell die Gleise überqueren, um noch einen Zug am Bahnsteig drüben zu erreichen: Das will die Bahn mit einem fast 200 Meter langen Zaun am 'Tutzinger Bahnhof verhindern © L.G.

Die Deutsche Bahn wird am Tutzinger Bahnhof östlich der Bahngleise einen langen Zaun errichten. Darüber hat sie die Gemeinde informiert, wie Bauamtleiter Christian Wolfert am Dienstag im Bau- und Ortsplanungsausschuss des Gemeinderats berichtet hat.

Die Bahn begründet dies mit Sicherheitsaspekten: Häufig überqueren nach ihren Angaben Fahrgäste vom Park-and-Ride-Platz östlich der Bahn aus die Gleise, um den Bahnsteig zu erreichen. Das soll mit einem 1,80 Meter hohen so genannten Doppelstabmattenzaun aus Metall verhindert werden.

Es handele sich um einen von der Bahn verwendeten Standardzaun, sagte Wolfert. Vorgesehen ist der Zaun entlang der P+R-Anlage auf einer Länge von fast 200 Metern, vom Beginn des Bahnsteigs im Süden bis zum Ende des P+R-Parkplatzes im Norden, neben dem Areal mit den alten Baracken, auf dem Neubauten geplant sind.

Die Gemeinde ist laut Wolfert als „Träger öffentlicher Belange“ über das Vorhaben informiert worden. „Wir haben da nichts mitzureden“, sagte er. Die Fläche gehöre der Deutschen Bahn. Unter Umständen werde man aber in dieser Angelegenheit noch ein Gespräch mit der Bahn führen. Sie habe eine Ortsbesichtigung angeboten. „Wegen der Höhe würde sie eventuell mit sich reden lassen“, sagte Wolfert. Statt 1,80 Meter gelte auch eine Höhe von 1,60 Metern als denkbar.

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Ein solcher "Doppelstabmattenzaun" aus Metall des Unternehmens Gawron wurde an der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bergedorf errichtet. Das Bild stammt von der Einweihung im Jahr 2019. © Gawron & Co., Rellingen
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Auf der Westseite der Gleise hält die Bahn neben dem dortigen Parkplatz keinen Zaun für erforderlich, sagte Wolfert auf eine entspfrechende Frage von Dr. Joachim Weber-Guskar (FDP). Die Gemeinde habe sich danach erkundig und die Auskunft erhalten, dass auf der Westseite der Gemeinde kein solches Problem wie auf der Ostseite gesehen werde.

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